Freelancer oder Agentur? Webdesign Berlin im Vergleich

Veröffentlicht am11. Juli 2026 von Stefan Metze

Ich kenne beide Seiten. Von 2008 bis 2012 saß ich in einem Berliner Startup als Webdesigner und Marketingmanager – mittendrin im Agentur-artigen Betrieb mit Meetings, Abstimmungen und Übergaben. Seit 2013 bin ich wieder selbstständig. Deshalb erlaube ich mir eine ehrliche Antwort auf eine Frage, die mir Kund:innen oft stellen: Freelancer oder Agentur?

Die kurze Version: Es kommt tatsächlich drauf an – aber nicht so, wie die Agenturen es dich glauben lassen wollen.

Was du bei einer Agentur wirklich bezahlst

Eine gute Berliner Agentur kann großartige Arbeit abliefern, keine Frage. Aber du bezahlst nicht nur die Website. Du bezahlst den Account-Manager, der zwischen dir und dem Designer sitzt. Den Projektleiter, der die Timeline verwaltet. Das schicke Büro in Mitte. Die Akquise, die dich als nächsten Kunden gewinnen musste.

Nichts davon ist böse. Es ist einfach in deiner Rechnung mit drin. Bei größeren Agenturen landet dieser Overhead schnell bei 30 bis 50 Prozent des Projektpreises. Für eine kleine Unternehmenswebsite zahlst du also einen Aufschlag für Strukturen, die dein Projekt gar nicht braucht.

Und dann ist da noch die stille Post. Deine Idee geht vom Erstgespräch zum Account-Manager, von dort ins Briefing, vom Briefing zum Designer, vom Designer zurück über zwei Ecken zu dir. Bei jeder Übergabe geht ein bisschen was verloren. Ich habe das aus dem Inneren erlebt. Es ist niemandes Schuld – es ist einfach das System.

Was du beim Freelancer bekommst (und was nicht)

Bei mir gibt es keine Übergaben, weil es niemanden gibt, an den ich übergeben könnte. Du redest mit der Person, die auch baut. Strategie, Design, Entwicklung, SEO – alles aus einer Hand. Das ist der eigentliche Grund, warum Webdesign Berlin vom Freelancer oft schneller und direkter läuft.

Der Preis dafür ist ehrlicherweise auch ein echter Preis: Ich bin einer. Wenn ich zwei Wochen im Urlaub bin, bin ich zwei Wochen im Urlaub. Eine Agentur hat ein Team, das Ausfälle abfedert. Für die meisten kleinen und mittleren Projekte ist das kein Problem – man plant es einfach ein. Bei einem riesigen Projekt mit hartem Launch-Termin und zwanzig Beteiligten sieht die Sache anders aus.

Wann die Agentur die bessere Wahl ist

Ich sage das bewusst, obwohl ich Freelancer bin: Es gibt Fälle, in denen eine Agentur passt.

  • Du hast ein großes, komplexes Projekt mit vielen parallelen Gewerken – App, Website, Kampagne, alles gleichzeitig.
  • Du brauchst garantierte Verfügbarkeit rund um die Uhr und feste Service-Level.
  • In deinem Unternehmen müssen viele Abteilungen mitreden, und es braucht jemanden, der das koordiniert.

Wenn das auf dich zutrifft, nimm die Agentur. Ich würde dir in so einem Fall selbst dazu raten.

Wann der Freelancer klar vorne liegt

Für den Großteil der Selbstständigen, Kleinunternehmen und Vereine, mit denen ich arbeite, sieht die Realität aber anders aus. Da geht es um eine professionelle Website mit fünf bis zehn Seiten, klar aufgebaut, schnell, gut auffindbar. Kein Konzern-Projekt.

Und genau hier spielt der Freelancer seine Stärken aus: kurze Wege, ein fester Ansprechpartner, kein Overhead, ein transparenter Festpreis. Du bekommst dieselbe Qualität wie bei einer mittleren Agentur – nur direkter und meistens günstiger.

Mein Fazit nach beiden Welten

Frag dich nicht „Freelancer oder Agentur?“, sondern „Wie groß und wie komplex ist mein Projekt wirklich?“. Die ehrliche Antwort auf diese zweite Frage entscheidet fast von allein.

Für die meisten, die in Berlin eine solide Unternehmenswebsite wollen, ist der Freelancer schlicht der pragmatischere Weg. Wenn du wissen willst, wie das bei mir konkret aussieht – Ablauf, Umfang, Festpreis – schau dir mein Angebot für Webdesign Berlin an. Und wenn du unsicher bist, ob dein Projekt zum Freelancer passt: Frag mich einfach. Ich sage dir ehrlich, wenn du bei einer Agentur besser aufgehoben wärst.