Social Media

Das war die re:publica 2010

Lieber spät als nie denke ich mir und in Zeiten des Echtzeitnetzes handle ich antizyklisch und mache das Spätzeitnetz drau√ü und deshalb hier mein ganz persönlicher kleiner Rückblick auf die re:publica 2010 die letzte Woche „nowhere“ hier in Berlin stattfand.

Für alle die es nicht wissen, die re:publica ist einfach gesagt eine Blogger-Konferenz.

Erst ein mal sei vorweg gesagt: es war der erste Besuch von mir auf der re:publica die mittlerweile zum vierten Mal erfolgreich statt gefunden hat. Ich konnte leider nicht an allen Vorträgen teilnehmen die mich brennend interessiert hätten, da ich nebenbei ziemlich vertieft an einem Projekt gearbeitet habe. Ich habe mir meiner Meinung nach aber einen bunten Querschnitt ansehen können. Hier kurz etwas davon.

Angefangen habe ich aus beruflichem Interesse mit der Diskussion zu „Feministische Netzkultur 2.0“. Ich habe mir deutlich mehr davon erwartet, werde hier aber nicht weiter meine Meinung dazu äussern.


Sascha Pallenberg – Blogs monetarisieren, aber wie?

Danach ging es zum Glück gleich weiter zu einem Vortrag von Sascha Pallenberg zum Thema „Blogs monetarisieren, aber wie?“. Dieser Vortrag von Sascha Pallenberg war sehr unterhaltsam aufgebaut, hat die ein oder andere Sichtachse geöffnet bildete aber inhaltlich die absolute Obergrenze dessen was in der deutschsprachigen Blogszene an Monetarisierung möglich ist.

Zwischendurch ging es dann noch mal zurück ins Büro an die Projektarbeit.


Sascha Lobo – How to survive a shitstorm

Am Ende des Tages wollte ich der schon berühmten Twitterlesung beiwohnen, ich bekam bei meiner Ankunft im Berliner Friedrichstadtpalast jedoch noch den sehr gut Besuchten Vortrag „How to survive a shitstorm“ von Sascha Lobo mit, den ich hätte vielleicht doch schon von Anfang an mitbekommen sollen, denn er war recht interessant.


Twitterlesung unter anderem mit Sascha Lobo

Mit einiger Verspätung begann dann die berühmte Twitterlesung. Größen der Blog und SocialMedia Scene fassten „das beste“ aus Twitter thematisch in Kategorien zusammen und lasen vor. Allein für die Twitterlesung hat sich die re:publica gelohnt, ich war angenehm amüsiert. Im Spätsommer soll es auch ein Buch zur Twitterlesung geben


Überraschungs Twitterleser – Jeff Jarvis aus den USA


Wenn Prada Pakete schickt

Am zweiten Tag der re:publica ging es dann zum Abend direkt zur Diskussion „Wenn Prada Pakete schickt“. Eine Diskussion über Fashion-Blogs die man etwas interessanter hätte führen können. In erster Linie ging es darum, ob man sich nicht verkommerzialisieren lässt, wenn einem von Modeunternehmen Produkte zugesendet werden, über die dann im günstigsten Fall positiv gebloggt wird. Nur kurz wurde über Inhalte von Modeblogs gesprochen, was sehr schade war. Ich hätte mir da persönlich noch ein paar praktische Erfahrungen und Hinweise gewünscht…aber nun ja vielleicht im nächsten Jahr.


Andrea Reitmeier von Mokono – Bloggen ist Mehrwert

Getroffen habe ich mich auf der re:publica natürlich auch. Und zwar mit: Andrea Reitmeier von Mokono, die samt Team und Claim „Bloggen ist Merhwert“ auf der re:publica 2010 unterwegs war. Mokono ist Europas größter Blogvermarkter und feiert am 23. April in Berlin 5 Jahre blog.de

Ich habe @wonderphil mit seiner Frau @D_e_e aus Hamburg getroffen und uns mit einem jungen Mann aus Frankfurt/Main unterhalten, der sich über die baldige Kommerzialisiereung der re:publica beschwert hat. Das war wie ein 90er Jahre Dejavu als es um die Kommerzialisierung von Techno und LoveParade ging. Den letzten Tag konnte ich wegen meines Projekts leider nicht mehr vor Ort genießen, es blieben mir noch die Twittertimeline und den ein oder anderen Livestream.

Fazit:

Auf jeden Fall muss man sich für die re:publica frei nehmen, man sollte nicht nebenbei noch an Projekten arbeiten 🙂
Es lohnt sich auf jeden Fall die re:publica mit all ihren interessanten Angeboten zu besuchen. Insgesamt war die re:publica 1a organisiert…das WLAN war etwas langsam, was aber angesichts von bis zu 2500 Besuchern gleichzeitig kein großer Kritikpunkt sein sollte. Ich werde die re:publica im nächsten Jahr ganz sicher wieder besuchen.

Wünschen würde ich mir, dass die re:publica einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird und zum Beispiel mehr „How To’s“ für’s Normalvolk angeboten werden, denn die hätten vielleicht auch was zu sagen wissen nur nicht wie.

Links:

YouTube Kannal der re:publica, Webseite der re:publica, Blog von Jeff Jarvis, Blog von Andrea Reitmeier, Blog von Sascha Lobo, Blog von Sascha Pallenberg, re:publica Interviews auf DCTP-TV, Webseite von Wonderphil tbc

Updates und Verbesserungen dieses Blogbeitrags sind nicht ausgeschlossen 🙂