Media Spree Berlin – die ersten sind schon lange da

Die MediaSpree in Berlin Friedrichshain, der ersten sind schon da.Trotz der vor einigen Wochen gestarteten Gegeninitiative „Media Spree versenken“ sind die ersten Anrainer der Media Spree l√§ngst da (Universal Music, VIVA TV und MTV). Und die n√§chsten stehen schon in den Startl√∂chern, als n√§chstes d√ºrfen wir die Anschutz Entertainment Group in der O2-World begr√º√üen, die mit der O2-World dem Hauptstadt-Eishockey Verein EHC Eisb√§ren Berlin eine w√ºrdige neue Heimat bieten.Die Argumente der Media-Spree Gegner sind so platt un √ºberholt, dass schon gar keiner mehr hin h√∂rt, Stichworte sind hier: Macht, Konzerne, sinnlose Bauvorhaben. Aber das geh√∂rt zu einer Demokratie dazu und zeugt von einem guten Gesundheitszustand besagter.

2 Antworten auf „Media Spree Berlin – die ersten sind schon lange da“

  1. Das Problem ist eigentlich nicht das Projekt an sich. Es bringt einerseits Arbeitsplätze mit sich und einige eher trostlose Brachflächen wie nördlich der Mühlenstraße verschwinden Рund wenn die Stadt es geschickt anstellt, kann man die Unternehmen sicher begeistern, auch in der öffentlichen Infrastruktur des Gebietes sich mit zu beteiligen (Die Gleise liegen ja schon auf der Brücke).

    Jedoch hat sich insbesondere entlang der Spree in den letzten Jahren eine gewisse Subkultur entwickelt. Angefangen von den Stränden, die vielleicht eher für die Sehen-und-Gesehen-werden-Fraktion sind, über Sportmöglichkeiten wie Speedminton bis hin zu einer recht witzigen Sauna auf einem Schrottplatz. Würde MediaSpree versuchen, diese Ideen in das Gesamtkonzept mit zu integrieren, dürfte den Gegnern jeglicher Wind aus den Segeln genommen werden. Aber so liefert MediaSpree geradezu eine Angriffsfläche.

  2. niemand braucht noch mehr b√ºrofl√§chen in berlin. es stehen mio. quadratmeter leer. die stadtebauliche planung f√ºr mediaspree ist abgeleitet aus dem sog. „planwerk innenstadt“ (pi). diese „vision“ wurde mitte der 90er jahre beschlossen. daraus abgeleitet entstand das „leitbild spreeraum“, das die st√§dtbauliche „vision“ f√ºr das heute sog. mediaspree-gebiet konkretisieren sollte. das dumme ist nur, dass das pi auf prognosen fusst, die anfang der 90er jahre, in der nachwende-wachstumseuphorie gemacht wurden. die planung besht weiterhin. beispielsweise wurde behauptet, dass berlin und umland im jahre 2005 5,7 mio. einwohner haben wird. tats√§chlich ist die einwohnerzahl seit mitte der 90er praktisch konstant geblieben.
    diese planungen sind altlasten aus zeiten der wachstumseuphorie. wir wollen diese planungen dahin befördern, wo sie hingehören: auf den müllhaufen. wir wollen aber nicht nur eine grundsätzlich andere planung, die eine kleinteilige und vielfältige nutzung des spreeufers ermöglicht, sondern auch den prozess demokratisieren. die anwohner und nutzer werden nur mit fakten konfrontiert. es gibt keine bürgerbeteiligung, wenn nicht von anfang an über mögliche alternativen gesprochen wurde.
    und dass in zeiten klammer kassen viel geld daf√ºr gezahlt wird, dass unternehemen von hamburg nach berlin (universal) zieht, ist ein offenes geheimnis; oder dass von durch mediaspree „geschaffenen“ arbeitspl√§tzen die rede ist, wenn ver.di vom potsdamer platz (!) an die spree zieht.
    mediaspree ist überholt, die planung von vorgestern, das lokalpolitische beteligungs- und demokratverständnis defizitär.

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